Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf einer Bettwäsche-Garnitur am häufigsten gestellt werden — von der Webart über die Größe bis zur Waschtemperatur. Filtern Sie nach Themenbereich oder lesen Sie alle.
Renforcé ist ein glattes Baumwollgewebe in einfacher Leinwandbindung — ein Faden über, ein Faden unter dem nächsten. Die Oberfläche ist matt und mittelfein, der Stoff weder besonders warm noch besonders kühl. Das macht Renforcé zur unauffälligen Ganzjahreswebart, die in dieser Preisklasse am häufigsten angeboten wird. Wie sich Renforcé von Perkal, Mako-Satin und Biber unterscheidet, steht im Ratgeber zu Materialien.
Beides ist Baumwolle in derselben Bindung — Perkal wird nur aus feinerem Garn dichter gewebt und fühlt sich dadurch glatter und kühler an. Ein sichtbares Merkmal ist die Fadendichte: Für die Perkal-Garnitur im Vergleich nennt der Hersteller den Wert 180, bei den beiden Renforcé-Garnituren fehlt die Angabe im Datenblatt. Preislich liegen beide Webarten hier dicht beieinander. Warum die Fadendichte als Kaufkriterium trotzdem wenig taugt, erklärt der Ratgeber zur Fadendichte.
Biber ist Baumwolle, deren Oberfläche nach dem Weben angeraut wird. Die aufgestellten Fasern halten Luft und damit Wärme, weshalb Biber die klassische Winterwebart ist. Feinbiber ist die leichtere Variante mit kürzerem Flor. Zwei der drei Biber-Garnituren im Vergleich sind bis 60 °C waschbar und trocknergeeignet; bei der dritten fehlt die Pflegeangabe im Datenblatt. Welche Webart in welcher Jahreszeit passt, steht im Ratgeber zu Sommer- und Winterbettwäsche.
Die Fadendichte zählt die Fäden je Quadratzoll Gewebe. Ein höherer Wert bedeutet ein dichteres, glatteres Gewebe — über etwa 300 ist der Unterschied kaum noch zu fühlen, und über die Garnqualität sagt die Zahl nichts. Als Kaufkriterium taugt sie ohnehin nur begrenzt: Von den 13 verglichenen Garnituren nennen nur zwei überhaupt eine Fadendichte, und bei einer davon widerspricht eine Rezension der Herstellerangabe. Wie die Werte einzuordnen sind, zeigt der Ratgeber zur Fadendichte.
Jersey und Seersucker. Jersey ist gestrickte Maschenware und glättet sich von selbst; Seersucker ist ein Kreppstoff, dessen gewellte Struktur durch Bügeln sogar platt gedrückt wird. Auch Mikrofaser gilt als bügelfrei — bedingungslos ist das nicht: Eine Rezension zur Mikrofaser-Garnitur im Vergleich berichtet nach dem Schleudern mit 1200 Umdrehungen von deutlichen Falten. Den Pflegeaufwand aller Webarten vergleicht der Ratgeber zu Materialien.
Neues Leinen fühlt sich fester an als Baumwolle, wird aber mit jeder Wäsche weicher. Die Leinen-Garnitur im Vergleich ist im Steinwaschverfahren vorbehandelt, wodurch die Flachsfasern von vornherein aufgelockert sind; sechs von acht ausgewerteten Rezensionen loben Stoff oder Griff ausdrücklich. Deutlich rauer fällt in diesem Feld der Seersucker aus — drei von acht Rezensionen nennen seine Struktur kräftiger als gewohnt. Woran es sonst liegen kann, wenn Bettwäsche kratzt, steht im Ratgeber zu Materialien.
Maßgeblich ist die Bettdecke, nicht das Bett. Auf einem Doppelbett von 200 × 200 cm liegt entweder eine große Decke mit 200 × 200 cm oder es liegen zwei einzelne Decken mit je 135 × 200 cm. Für die große Decke brauchen Sie eine Garnitur in 200 × 200 cm — drei der verglichenen Garnituren decken diese Größe ab, alle drei mit zwei Kissenbezügen 80 × 80 cm. Alle gängigen Maße ordnet die Größentabelle im Ratgeber einander zu.
135 × 200 cm ist die Standardgröße für eine einzelne Bettdecke und die häufigste Größe im Handel. 155 × 220 cm ist eine Übergröße: 20 cm mehr in der Breite und 20 cm mehr in der Länge, gedacht für lange Bettdecken, unter denen eine Standardgarnitur an den Füßen zu kurz wird. Passt Ihre Decke nicht zum Bezug, hilft kein Umtauschtrick — die Maße müssen übereinstimmen. Wann eine Übergröße nötig ist, steht im Ratgeber zu den Größen.
In Deutschland ist 80 × 80 cm das Standardmaß, im übrigen Europa sind 40 × 80 cm verbreitet. Zwölf der 13 verglichenen Garnituren liefern 80 × 80 cm, nur die Jersey-Garnitur bringt einen Wendekissenbezug in 40 × 80 cm mit. Prüfen Sie das vor dem Kauf, denn das Kissen selbst lässt sich nicht anpassen. Wie Sie Decke und Kissen richtig ausmessen, steht im Ratgeber zu den Größen.
Nein. Der Bettbezug deckt genau eine einzelne Bettdecke ab — schlafen zwei Personen unter zwei Decken, brauchen Sie zwei Garnituren. Die Maßangabe meint die Bettdecke, nicht die Bettbreite — eine Rezension zur günstigsten Renforcé-Garnitur im Vergleich erwartete einen Bezug für ein 135 cm breites Bett und nennt ihn deshalb zu klein. Für eine gemeinsame große Decke greifen Sie stattdessen zu 200 × 200 cm oder 200 × 220 cm. Beide Wege zum Doppelbett vergleicht der Ratgeber zu den Größen.
Glatte, leicht gewebte Stoffe: Satin, Perkal und Leinen liegen flach auf der Haut und wärmen weniger als angeraute Webarten. In den ausgewerteten Rezensionen wird genau das bestätigt — für die Mako-Satin-, die Perkal- und die Leinen-Garnitur beschreiben mehrere Käufer den Stoff im Sommer als kühl und leicht. Beim Seersucker gehen die Meinungen auseinander: Eine Rezension empfindet die Struktur als zusätzlichen Wärmelieferanten. Warum es eine aktiv kühlende Bettwäsche nicht gibt, erklärt der Ratgeber zu Sommer und Winter.
Biber, also angeraute Baumwolle. Die aufgestellten Fasern halten eine Luftschicht zwischen Stoff und Haut, und das ist der ganze Effekt — ein zweites Material braucht es dafür nicht. Drei Biber-Garnituren stehen im Vergleich. Die beiden zweiteiligen sind bis 60 °C waschbar und trocknergeeignet; bei der dreiteiligen in 200 × 200 cm fehlt die Pflegeangabe im Datenblatt. Wie sich Biber und Feinbiber unterscheiden, steht im Ratgeber zu Sommer und Winter.
Möglich ist es, angenehm meist nicht. Biber ist deutlich dicker als eine glatte Webart — bei der Feinbiber-Garnitur in Übergröße hält der Vergleich ausdrücklich fest, dass hier danebengreift, wer eine leichte Garnitur sucht. Wenn Sie nur eine Garnitur für das ganze Jahr wollen, sind Renforcé, Perkal oder Jersey die passendere Wahl. Die Ganzjahreswebarten stellt der Ratgeber zu Sommer und Winter vor.
Naturfasern nehmen Feuchtigkeit besser auf als Kunstfasern — Baumwolle und Leinen also eher als Polyester. Die Mikrofaser-Garnitur im Vergleich besteht aus Polyester und nimmt weniger Feuchtigkeit auf als die Baumwollgarnituren; wer nachts stark schwitzt, merkt das. Eine Temperaturregulierung leistet aber keine Bettwäsche, gleich aus welchem Material. Was außer der Bettwäsche hilft, steht im Ratgeber zu Sommer und Winter.
Als Faustregel gilt alle ein bis zwei Wochen. Im Sommer, bei Erkältung oder wenn Sie nachts stark schwitzen, ist der wöchentliche Wechsel sinnvoller. Praktisch wird das erst mit zwei Garnituren im Schrank — eine im Bett, eine in der Wäsche. Weitere Pflegefragen beantwortet der Ratgeber zu Waschen und Pflege.
Baumwolle verträgt in der Regel 60 °C, und das steht auf dem Pflegeetikett. Sechs der 13 verglichenen Garnituren geben 60 °C ausdrücklich an, eine nur 40 °C, zwei verlangen einen Schonwaschgang — bei vier weiteren fehlt die Angabe im Datenblatt ganz. Waschen Sie im Zweifel kühler: Ein eingelaufener Bezug lässt sich nicht zurückholen. Richtwerte je Webart stehen im Ratgeber zu Waschen und Pflege.
Ja. Bei drei der verglichenen Garnituren verlangt der Hersteller das sogar ausdrücklich — bei zweien auf links gewendet, bei der Mako-Satin-Garnitur auf rechts. Der Grund ist der Geruch aus Färbung und Verpackung: Bei mehreren Garnituren im Vergleich beschreiben Rezensionen einen chemischen Geruch beim Auspacken, der nach der ersten Wäsche verschwunden war. Wie Sie dabei am besten vorgehen, steht im Ratgeber zu Waschen und Pflege.
Nur, wenn das Pflegeetikett es erlaubt. Sieben der 13 verglichenen Garnituren nennen den Trockner ausdrücklich, drei davon allerdings nur bei niedriger oder mittlerer Temperatur. Bei den übrigen sechs fehlt die Angabe im Datenblatt — dann ist Lufttrocknen die sichere Wahl. Für die Seersucker-Garnitur berichtet eine Rezension, der Stoff werde im Trockner sogar voluminöser. Was die Pflegesymbole im Einzelnen bedeuten, erklärt der Ratgeber zu Waschen und Pflege.
Etwas Einlaufen ist bei Baumwolle normal, meist im Bereich weniger Zentimeter und vor allem beim ersten Waschgang. Vorgeschrumpfte Ware ist davor weitgehend geschützt: Die Feinbiber-Garnitur in Übergröße ist sanforisiert, also vorgeschrumpft. Für mehrere weitere Garnituren berichten Rezensionen nach mehreren Wäschen weder von Einlaufen noch von Farbverlust. Wie Sie Einlaufen vermeiden, steht im Ratgeber zu Waschen und Pflege.
Gut gefärbte Baumwolle hält auch 60 °C aus. Für die Mako-Satin-Garnitur berichten drei Rezensionen nach mehreren Wäschen bei 60 °C von unveränderten Farben, für die Renforcé-Garnitur in Übergröße eine Käuferin nach eigenen Worten zigmal gewaschener Wäsche. Anders verhält sich der Glanz von Satin: Für die Mako-Satin- und die Baumwoll-Satin-Garnitur beschreiben Rezensionen ihn nach der ersten Wäsche als schwächer oder ganz verschwunden. Drei Gewohnheiten, die Farben erhalten, nennt der Ratgeber zu Waschen und Pflege.
Beim Hotelverschluss hat der Bettbezug keinen Verschluss, sondern eine eingenähte Stofflasche, unter die das offene Ende geschlagen wird. Das spart Reißverschluss und Knöpfe, hält die Decke aber weniger sicher. Zwölf der 13 verglichenen Garnituren haben stattdessen einen Reißverschluss; bei der Mikrofaser-Garnitur nennt das Datenblatt die Verschlussart nicht. Welche Garnitur welchen Verschluss hat, zeigt der Vergleich.
An drei Angaben im Datenblatt: der Faser, der Webart und der Waschtemperatur. 100 % Baumwolle mit benannter Webart und 60 °C ist eine belastbare Grundlage, „Baumwollmischung“ ohne weitere Angabe nicht. Die Fadendichte hilft weniger, als die Verpackung nahelegt — nur zwei der 13 verglichenen Garnituren nennen sie überhaupt. Der zweite Blick gehört dem Verschluss und den Nähten, denn dort fallen Mängel in den Rezensionen zuerst auf. Warum die Fadendichte dabei kaum weiterhilft, erklärt der Ratgeber zur Fadendichte.
Das Siegel bestätigt, dass der Stoff auf gesundheitlich bedenkliche Substanzen geprüft wurde. Es sagt nichts über Qualität, Haltbarkeit oder Herstellungsbedingungen aus — dafür stehen andere Siegel. Acht der 13 verglichenen Garnituren tragen Oeko-Tex Standard 100, eine weitere ist laut Hersteller Oeko-Tex-zertifiziert ohne Angabe des Standards, und eine trägt das darauf aufbauende Made in Green. Die Unterschiede zu Made in Green und GOTS stehen im Ratgeber zu Materialien.
Nein, sie ist nur umfangreicher: Dreiteilig heißt ein Bettbezug und zwei Kissenbezüge, zweiteilig ein Bettbezug und ein Kissenbezug. Für ein Doppelbett mit zwei Kopfkissen ist die dreiteilige Garnitur die günstigere Rechnung, für ein Einzelbett zahlen Sie einen Bezug zu viel. Acht der 13 verglichenen Garnituren sind zweiteilig, fünf dreiteilig — beim Preisvergleich lohnt der Blick auf die Teilezahl. Welche Größe zu welchem Bett gehört, klärt der Ratgeber zu den Größen.